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Jetzt KI-Kompetenz schulen
Seit Februar 2025 ist Art. 4 der KI-Verordnung anwendbar: Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Beschäftigten über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Spätestens mit der vollständigen Anwendung der Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme ab August 2026 wird die Rolle der oder des KI-Beauftragten (AI Officer) zur zentralen Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, IT, Fachabteilungen und Aufsichtsbehörden. Diese Funktion erfordert sowohl rechtliches Verständnis als auch technische Einordnung und organisatorische Steuerungskompetenz.
In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie die Rolle der oder des KI-Beauftragten in Ihrem Unternehmen verankern und ausfüllen. Sie lernen, KI-Systeme nach den Risikoklassen des EU AI Act einzuordnen, Pflichten als Anbieter oder Betreiber zu erkennen und ein KI-Compliance-Management aufzubauen. Anhand konkreter Praxisfälle aus verschiedenen Fachbereichen trainieren Sie die Bewertung von KI-Use-Cases, die Erstellung von KI-Richtlinien und den Umgang mit Schatten-KI im Unternehmen. Darüber hinaus sind Themenfelder unter anderem KI-Inventarisierung, Datenschutz und KI, ISO/IEC 42001 als Orientierungsrahmen sowie das Zusammenspiel mit DSGVO, Datenschutzbeauftragten und Betriebsrat.
Programmübersicht
Rechtlicher Rahmen, Rolle und Risikoklassifizierung
Der EU AI Act in der Unternehmenspraxis
- Regulatorische Landkarte: EU AI Act, DSGVO, Urheberrecht und Arbeitsrecht im Zusammenspiel
- Zeitachse der Anwendung des AI Acts
- Anbieter, Betreiber, Importeure, Händler – wer ist wann verpflichtet?
- Sanktionen, Haftung und Aufsichtsstrukturen in Deutschland und der EU
Die Rolle der/des KI-Beauftragten
- Pflicht oder Best Practice? Rechtliche Einordnung der Rolle
- Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Eskalationswege
- Abgrenzung und Zusammenspiel mit Datenschutzbeauftragten, CISO, Compliance und Betriebsrat
- Praxisübung: Stellenprofil und Mandat einer oder eines KI-Beauftragten skizzieren
Risikoklassifizierung und KI-Inventar
- Verbotene Praktiken, Hochrisiko-KI, KI mit Transparenzpflichten, General Purpose AI (GPAI) – die Kategorien in der Praxis
- Use-Case-Bewertung: Wann wird ein KI-System hochriskant?
- Aufbau eines KI-Inventars: Datenmodell, Prozesse, Verantwortlichkeiten
- Live-Demo: Risikoklassifizierung anhand konkreter Tools (Bewerbermanagement, Co-Pilot, Chatbot
Dr. Viktoria Schmittmann
KI-Compliance-Management, Beschaffung und Operationalisierung
Pflichten für Hochrisiko-KI und GPAI in der Praxis
- Datenmanagement, technische Dokumentation, Logging, menschliche Aufsicht
- Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung und EU-Datenbank
- Pflichten als Betreiber: Folgenabschätzung, Information Betroffener, Aufsicht
- Pflichten als Anbieter: Qualitätsmanagement und Marktbeobachtung
KI-Compliance-Management aufbauen
- Bausteine eines KI-Compliance-Programms: Policy, Inventar, Bewertung, Schulung, Monitoring
- Art. 4 KI-VO: KI-Kompetenz nachweisbar aufbauen und dokumentieren
- ISO/IEC 42001 als Orientierungsrahmen – was ist Pflicht, was Kür?
- Umgang mit Schatten-KI: typische Muster und Gegenmaßnahmen
Beschaffung, Verträge und KI im Alltag
- Anforderungen an KI-Auswahl: Checklisten und Bewertungsraster
- Vertragliche Absicherung: Anbieterzusagen, Datenflüsse, Auditrechte
- KI in Microsoft 365 und Branchentools: Fallstricke und Pragmatismus
- Praxis-Workshop: Bewertung eines eigenen KI-Use-Cases mit Feedback
Dr. Viktoria Schmittmann
Diese Weiterbildung im Überblick
Zielgruppe
An wen richtet sich die Veranstaltung?
Dieses Seminar richtet sich an Compliance-Verantwortliche, Personalverantwortliche und Datenschutzbeauftragte sowie an KI-Beauftragte und alle, die diese Rolle künftig übernehmen werden. Darüber hinaus profitieren Geschäftsführer:innen und Abteilungsleiter:innen, die für den Einsatz von KI-Systemen verantwortlich sind oder entsprechende Entscheidungen treffen. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Erfahrung im Umgang mit DSGVO-Themen oder bestehenden Compliance-Strukturen erleichtert den Einstieg. Erste Erfahrungen mit generativer KI (z. B. ChatGPT, Microsoft Copilot) sind hilfreich.
Lernziele
Was lernen Sie in dieser Veranstaltung?
- Sie kennen die zentralen Anforderungen des EU AI Act sowie grundlegende Risiken und Haftungsfragen beim Einsatz von KI
- Sie verstehen die Rolle und Aufgaben eines oder einer KI-Beauftragten im Unternehmen
- Sie können KI-Systeme anhand zentraler Kriterien einordnen
- Sie kennen die wesentlichen Elemente eines Compliance-Managements für KI (Inventarisierung, Richtlinien, Schulungen, Monitoring) und können diese auf die eigene Organisation übertragen
- Sie wissen, worauf es bei Auswahl, Beschaffung und Vertragsgestaltung von KI-Systemen ankommt – einschließlich Anbieter- und Betreiberpflichten
- Sie wenden Ihr Wissen anhand von Praxisfällen und Live-Demos an
Methode
Wie werden die Weiterbildungsinhalte vermittelt?
- Theoretische Impulse
- Use Cases
- Live-Demos zur Risikoklassifizierung und KI-Inventarisierung
- Handlungsempfehlungen aus der Praxis
- Austausch in der Gruppe und mit der Expertin
Voraussetzungen
Welche Voraussetzungen sollte man erfüllen?
Keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Erfahrung im Umgang mit DSGVO-Themen oder bestehenden Compliance-Strukturen erleichtert den Einstieg. Erste Erfahrungen mit generativer KI (z. B. ChatGPT, Microsoft Copilot) sind hilfreich.
Referent:in

Dr. Viktoria Schmittmann
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