
Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung als „Unternehmenssprecherin des Jahres“ – und das zum zweiten Mal in Folge! Wie gelingt es dir und deinem Team, so beständig zu überzeugen?
Vielen Dank für die Blumen, die ich gern ans Team weiterreiche. Den Erfolg haben wir gemeinsam erarbeitet – in sehr herausfordernden Zeiten. Gerade in der Pandemie hat sich gezeigt: Der persönliche Austausch mit Journalistinnen und Journalisten ist durch nichts zu ersetzen. Umso wichtiger sind klare Prinzipien für unsere Arbeit. Sei ehrlich und authentisch. Zeige Respekt für die Arbeit des Gegenübers.
„Sei ehrlich und authentisch. Zeige Respekt für die Arbeit des Gegenübers.“
Wir sind nicht immer einer Meinung, begegnen uns aber immer auf Augenhöhe und pflegen einen vertrauensvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Der zwischenmenschliche Klebstoff darf nicht verloren gehen. Das war in der Corona-Zeit nicht ganz einfach, deshalb freuen wir uns, dass erste Treffen wieder möglich sind.
Du führst ein globales Kommunikationsteam. Welche Leadership-Qualitäten sind dabei besonders gefordert?
Deutsche Post DHL Group ist eines der globalsten Unternehmen der Welt. Wir beschäftigen 570.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 220 Ländern und Territorien. Der Austausch mit unseren Stakeholdern ist global vernetzt, digitalisiert und wahnsinnig schnell. Das hat uns insbesondere in der Pandemie gefordert, eröffnet aber auch große Chancen: So haben wir unsere Belegschaft von Tag 1 an nicht nur informiert, sondern in dieser schwierigen Zeit auch emotionale Nähe aufgebaut.
„Manchmal musst Du kalkulierte Risiken eingehen, um substanziell voranzukommen.“
Der Schlüssel liegt darin, starke und diverse Teams zu bauen, die eigenverantwortlich handeln und schnell entscheiden können. In der Zentrale wie auch in den Regionen. Dazu brauchst Du ein gutes Gespür für Menschen. Respekt, Ehrlichkeit und Empathie sind essenziell. Auch Mut ist gefragt. Manchmal musst Du kalkulierte Risiken eingehen, um substanziell voranzukommen.

An der Quadriga Hochschule bist du im Beirat Corporate Communications aktiv. Was gibst du den Studierenden dabei mit auf den Weg?
Wir leben in aufregenden Zeiten. Kein Tag gleicht dem anderen, das gilt insbesondere für die Kommunikation. Im Netz gehen gute wie schlechte Nachrichten in Windeseile um die Welt – mit Milliarden-Reichweiten, wie sie vor wenigen Jahren noch unvorstellbar waren. Umso wichtiger ist es, auch in sehr dynamischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.
„Wenn es ‚Spitz auf Knopf‘ steht, ist Kommunikation am spannendsten.“
Jungen Talenten kann ich daher nur raten, Krisen immer auch als Chance zu verstehen. Wenn es „Spitz auf Knopf“ steht, ist Kommunikation am spannendsten. Es sind die Momente, in denen wir für den Erfolg eines Unternehmens den größten Unterschied machen können. Und in denen man als Kommunikatorin am meisten lernt und am schnellsten wächst.








